Presse

“Der Garten, der sich selbst gehörte”, Panometer Leipzig

„Am Donnerstagabend stand die Gewinnerin des gemeinsamen Schreibwettbewerbs der Buchhandlung Südvorstadt und dem Panometer Leipzig zum Thema „Geschichten, die der Garten schreibt“ endlich fest. Die Autoren der drei besten Kurzgeschichten wurden zu einer Abendveranstaltung in das Panometer Leipzig geladen und lasen ihre Geschichten vor ausverkauftem Publikum inmitten des 360°-Panoramas CAROLAS GARTEN von Yadegar Asisi vor. Der Gewinner wurde anschließend von den Zuschauern in geheimer Wahl bestimmt. Mit der Kurzgeschichte „Der Garten, der sich selbst gehörte“ setze sich die Autorin Stefanie Jerg klar gegen ihre Mitstreiter Daniel Herold und Dr. Gabriele Schuster durch. Die Kurzgeschichte erzählt in liebevoller und humoristischer Weise vom Werdegang eines besitzerlosen Gartens in der fiktiven Stadt Brundelfingen.“ (sachsen-net.com, 17.07.2020)

„Honigherz“, Pfalztheater Kaiserslautern

„Hier beginnt ein Dialog, der alle Facetten nutzt und wundersam poetisch verläuft. Zwei, die nichts voneinander wissen, anders leben, unterschiedlich aussehen, sich verschieden ausdrücken und sich am Ende über alles mit Klang und Bewegung, Mimik und Gestik, großem Geheule und fröhlichem Jauchzen verständigen. Es ist die wortlose, jedoch nicht sprachlose Kommunikation mit Klängen, Dingen, Tanzen oder Spielen, herrlich einfach und geradewegs und doch auch eigensinnig. […] Was Christina Gottfridsson sich erdachte und Stefanie Jerg auf spielerisch bunte Weise umsetzt, ist ein Spiel für alle Sinne, das aus dem Spiel heraus entsteht, mit Musik selbst erzeugter Klänge auf allem, was da ist: irdene und blecherne Töpfe, Holzkörper und Bodensteinplatten. Denn das ist es doch, was amüsant, poetisch und geistreich zugleich Gefühl und Fantasie anspricht. Übrigens – das Publikum amüsierte sich köstlich.” (Rheinpfalz, 28.09.2013)

„Heimat-Träume“, Auftragsproduktion für die 17. Internationale Schillertage

„Bereits vor der Tür des Kunsthauses konfrontieren Bakelit-Telefonhörer mit der Undeutlichkeit des Begriffes „Heimat“. Stimmen, alle im Kiez eingefangen, berichten von persönlichen Erfahrungen mit der bunten Gemeinschaft, während drinnen unzählige Notizzettel von der Unmöglichkeit einer Verallgemeinerung zeugen – Heimat ist eine individuelle Empfindung. Kleine Sandburgen oder ein Zimmer voller Ballons in der raumgreifenden Installation begegnen ihr als ferne Erinnerungen, die, wie ein in Unordnung gebrachter Kaffeetisch zu bedenken gibt, auch negativ konnotiert sein kann. Sachte wiegt Angelika Baumgartner das umgestürzte Service, als wolle sie dem ursächlichen Streit gedenken. Sie käme aus Österreich, lebe und arbeite hier, erzählt die Schauspielerin und verharrt in der ersten Person Singular, als sie längst neuen Figuren ihre Stimme leiht. Dramaturgisch geschickt lassen Regisseurin Stefanie Jerg und Projektleiterin Annette Dorothea Weber Neckarstädter zu Wort kommen. Zu indischer Musik von Emiliano Trujilio an der Sarod verdichten sich Bilder, wird erst allmählich herausgestellt, dass die Vorurteile gegenüber der in Ludwigshafen geborenen Mutter ihren ghanesischen Wurzeln geschuldet sind, oder etwa, dass sich die nach Mannheim Verschlagene als Berlinerin, nicht als Türkin versteht (…) Weitere Fallbeispiele wäre wünschenswert – von ihnen hätte man zu gerne mehr gehört.“ (Mannheimer Morgen, 01.07.2013)

“Zählen und Erzählen V”, Nationaltheater Mannheim

„Isabell Barth und Mathias Wendel machten einen Heidenspaß aus der fantasievollen Geschichte zur Musik eines Holzbläsertrios. Zusammen mit Oliver Scheidies mimte Isabell Barth nicht mindert turbulent und witzig sämtliche Rollen im nächsten Stück. „Allein unter Frauen“ hieß es und begann erst mal mit einer Geburt. „Geburtseinleitende Musik“ war von einem Streichquartett des Nationaltheaters gleich live zur Hand. (…) „Niklas, Anna und das Anderssein“ hieß das dritte Stück. Die vier Musiker an Posaune, Schlagzeug, Cello und Gitarre machten nicht nur fantasievolles instrumentales Theater, so wie es Kagel vorschwebte, sie spielten auch sehr vergnüglich mit Worten und Gesten.“ (Die Rheinpfalz, 23.07.2012)

“Zählen und Erzählen IV”, Nationaltheater Mannheim

„Kleine Wunderwerke. Das Finale wird von den euphorischen Schreien des jugendlichen Publikums begleitet. Franco Mehlis bringt seine Imitation so fetzig auf die Bühne, dass die Stimmung im Schauspielhaus die Siedetemperatur erreicht. (…) Die künstlerische Leiterin Susanne Mautz und Regisseurin Stefanie Jerg haben in der Erfolgsgeschichte der Reihe „Zählen und Erzählen“ für diese vierte Gala-Runde das Motto „Zeit“ ausgegeben. Die Ergebnisse der rund 80 Geschichten-Dichter erregen Staunen, wie spielerisch und tiefgründig Acht-bis Elfjährige an das Thema herangehen. (…) Auch die verblüfften Erwachsenen gewinnen einen Einblick in das Reich kindlicher Fantasie. Deren ansteckende Wirkung bezeugen all die Regiehelfer, Musiker, Darsteller, Bühnen- und Kostümbildner, die aus jeder Szene ein kleines Wunderwerk schaffen.“ (Mannheimer Morgen, 13.07.2011)

“Zählen und Erzählen III”, Nationaltheater Mannheim

„Kinder sind bessere Philosophen. Als Angelika Baumgartner, Hannah von Peinen, Roman S. Pauls und Matthias Wendel bei der Jungen Operngala die drei Stück „Was in einer Nacht geschehen kann“, „Wenn man Gestalten sieht“ und „Die geheimnisvollen Katzen“ aufführten, waren dann vor allem die Erwachsenen überrascht. (…) Denn hier zeigte sich auf überraschende Weise, dass Kinder ganz genau und manchmal sogar viel besser als wir Erwachsenen wissen, was wichtig ist im Leben und dass sie sehr viel mehr Ernst besitzen, als wir ihnen oft zugestehen.“
(Rhein-Neckar-Zeitung 14.07.2010)

„Mitglieder des Nationaltheaterorchesters musizieren, erzählen, spielen und tanzen neben Profi-Darstellern. Alle knien sich hinreißend tragikomisch in ihre Rollen. (…) Das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ wird auf staunenswerte Weise widerlegt.“ (Mannheimer Morgen 12.07.2010)

„Grenzenlos!“, Junges Nationaltheater Mannheim

„Ein Masterkurs unter Leitung von Stefanie Jerg für sechs junge Regisseure, die im Jungen Nationaltheater groß geworden sind, setzte sich mit dem Mannheimer Spielzeitthema „Grenzenlos“ in sechs Minidramen auseinander. Selbst geschrieben, mit reduzierter Ausstattung bildmächtig inszeniert und von jeweils zwei oder drei Kollegen bravourös gespielt, wiesen sie alles auf, was ein gutes Stück ausmacht: fesselnden Text, Atmosphäre und einen dramatischen Konflikt in perfektem Spannungsbogen.“

„Die sechs jungen Nachwuchs-Regisseure zwischen 16 und 20 Jahren inszenierten ihre Ideen rund um Mauern, Zäune und Grenzen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellten sie nun im Schnawwl einem begeisterten Publikum vor: Ob Amoklauf an der Schule, Eifersucht unter Geschwistern oder die uneingeschränkte Überwachung – mit ihren Inszenierungen ernteten sie großen Applaus.“ (Sonntag Aktuell, 18.06.2010)

„argon@utica“, Junges Nationaltheater Mannheim

„Aus dem antiken Stoff ist ein elegant ausgestattetes, mal graziös, dann martialisch-wuchtig in Szene gesetztes, poetisches Werk entstanden. ‚argon@utica’ ist ein Stück, das nicht nur eine ambitionierte Zusammenarbeit bezeugt, sondern überdies schlicht als Theaterwerk prächtig funktioniert. Heftiger Applaus.“ (Mannheimer Morgen, 09.06.2008)
„Es überrascht stets aufs Neue, wie Theaterleute individuelle Begabungen und Bedürfnisse aus Kindern und Jugendlichen hervorlocken. (…) In Sternstunden entsteht dabei auch große Bühnenkunst. Sie folgt dem Gesetz, dass der junge Darsteller auf der Bühne er selbst ist und nicht zu etwas ihm Fremden vergewaltigt wird. Zu erleben war dies mit der Mannheimer ‚argon@utica.“ (Rheinpfalz, 18.06.2008)

„Zählen und Erzählen I “, Nationaltheater Mannheim

„Am Nationaltheater Mannheim erprobten sich Kinder als Librettisten und Musiktheaterregisseure – mit erstaunlichem Erfolg.(…) Am 21. Oktober 2007 luden die 80 jungen Librettisten und Regisseure mit 40 Profis zur ‚Jungen Operngala’ ins Nationaltheater Mannheim. Regisseurin Stefanie Jerg ist von den entscheidungsfreudigen Kindern beeindruckt. Schnell haben sie ein kollektives Bewusstsein für ihre Geschichte entwickelt und werden somit zu Partnern. Auf Augenhöhe kann sie mit den Viertklässlern über Figuren und Musik diskutieren. (…) Das Nationaltheater Mannheim ist mit dieser Produktion der Jungen Oper einen Schritt weiter gekommen in seiner Funktion eines Theaterzentrums, einer Kunst‑, Kultur- und Bildungsstätte, die im Austausch mit ihrem Publikum steht.“ (Die Deutsche Bühne, Dez 2007) 
„Fünf professionelle Darsteller spielen sich durch sämtliche Rollen dieses irrwitzigen, wunderbar hanebüchenen Musiktheater-Kosmos, Mitglieder des Nationaltheaterorchesters illustrieren ihn mit Stücken von Ibert, Veress, Sima und Gordon Jacob. Die gemeinsame Premiere feiern die vier halbstündigen Stücke voller ungezügelter Fantasie und Ideenreichtum im Schauspielhaus. (…) Die Darsteller und Musiker unter Leitung von Susanne Mautz und Stefanie Jerg verleihen dieser fantastischen Welt kindlicher Vorstellungskraft eine für Erwachsene und Unerwachsene gleichermaßen ansprechende schillernde Gestalt.“ (Mannheimer Morgen, 23.10.07)
„120 Kinder und Erwachsene verbeugten sich auf der Bühne im Mannheimer Nationaltheater. Sie alle waren verantwortlich für die Premiere des Projektes ‚Zählen und Erzählen’. Der Tänzer Luches Huddleston und der Schauspieler Jonas Beack stellten sich mit Lust der Aufgabe, Frau und Mann, Ratte und Rättin, Chinese und Afrikaner zu spielen. An diesem Musiktheaterstück hat das Team um Regisseurin Stefanie Jerg und Theaterpädagogin Susanne Mautz vor allem die Ökonomie der bildnerischen Mittel demonstriert. (…) Ganz anders in dem Krimi ‚die scheinheilige Ratte’ der Johannes-Keppler-Schule. In dem Großstadtkrimi schaffen die drei Schlagzeuger vor allem Atmosphäre. …Dass unterschiedliche Geschichten unterschiedliche Erzählformen und unterschiedlichen Einsatz von Musik im Theater fordern, haben alle Zuschauer mit Spaß erfahren. Mauricio Kagels Idee wiederzubeleben, lohnt sich.“ (Rheinpfalz, 23.10.2007)
„Nach einem Konzept des Komponisten Mauricio Kagel dürfen die Kinder eine Geschichte erfinden und den spannenden Prozess des Ideen-Verwirklichens erfahren. Dass dafür ein komplettes Team aus professionellen Künstlern zur Verfügung steht, ist laut Dramaturgin Susanne Mautz bislang einzigartig in Deutschland.(…) Regisseurin Stefanie Jerg unterbricht die Kinder nicht und gibt keine Anstöße, selbst wenn sich die Geschichte wiederholt oder im Kreis dreht. ‚Das Konzept ist, nicht zu lenken’, erklärt sie später. Es entstünden Absurditäten und Brüche, die reizvoll seien. ‚Wir wollen die Kinder nicht manipulieren.’“ Mannheimer Morgen, 18.10.2007)

„Kandidaten“, Koproduktion Schnawwl und Junges Nationaltheater Mannheim

„Zum ersten Mal bilden der Schnawwl und das Junge Nationaltheater ein Ensemble aus drei Profis und acht Laien, die ein begeistert aufgenommenes Stück entwickelt und verfasst haben. Das Konzept von Stefanie Jerg und Florian Frenzel verklammert rund 30 Szenen so, dass sich schnell eine Vertrautheit mit den Figuren und ihren Darstellern ergibt. Die Unterschiede zwischen Schauspielern und Jugendlichen sind wie weggewischt, wenn der Themenkreis Schule, Elternhaus und Job-Suche abgehandelt wird. Alle Hochachtung vor dem Ergebnis! (…) Die Dialoge steuern selten auf simple Ratschläge zu, meist liegen die komplizierten Antworten in dem, was unausgesprochen bleibt. Die Regie unterstützt einfühlsam die griffig zugespitzten Texte.“ (Mannheimer Morgen, 11.06.2007)
„Erstmals stehen im Mannheimer Schnawwl Ensemble-Mitglieder gemeinsam mit theatererfahrenen Jugendlichen auf der Bühne. Unter Leitung von Florian Frenzel und Stefanie Jerg entwickelten sie ein episches Episodenstück über das aktuelle Thema Erwartungsdruck, der für viele Jugendliche aus fast jeder Lebenslage eine Prüfungssituation macht. (…) Die Dialoge haben satirischen Biss, der Ausgang ist oft verblüffend. Die Situationen erzählen kleine Geschichten über Menschen, deren Lebenswege sich überschneiden. Keiner entkommt der Kandidaten-Rolle. Oft reden die Personen aneinander vorbei, werden nicht wahrgenommen, missverstanden. Das könnte niederdrückend sein, aber über der melancholischen Grundstimmung liegt ein lebensbejahender Humor.“ (Rheinpfalz, 13.07.2007)

„Ich : Parzival“, Junges Nationaltheater Mannheim

„Wer bin ich? Wer will ich sein? Wie verhalte ich mich zu anderen? Wie finde ich im Leben Sinn und Glück? Zwölf junge Leute denken über sich selbst nach. Sie haben Umfragen zum Lebensgefühl der Jugend gemacht und flechten in diese die Geschichte von Parzival ein, der aus Unwissenheit das Falsche tut und versäumt, im richtigen Moment zu fragen.

Stefanie Jerg vom Schnawwl hat zwei Jahre lang mit der Gruppe gearbeitet, ihre Texte haben die Teilnehmer selbst entwickelt. Es ist ein Theater von existenzieller Wahrhaftigkeit, das von feinen Differenzierungen der darstellerischen Mittel lebt.“

(Rheinpfalz, 18.07.2005)

„Morbs – oben irgendwo“, Junges Theater des Theaters Erfurt

„Der Theaterjugendclub premiert mit der Eigenproduktion „Morbs – oben irgendwo“. Und wird gefeiert von zuschauenden Freunden, Eltern, von Profischauspielern und Theatermachern. Die Jungschauspieler halten uns in Kurzepisoden den Spiegel vor: witzig, böse-ironisch, ins Peinliche pieksend. Wir sehen unsere Welt der Liebe, Lügen, Laster. Die Gruppe um Theaterpädagogin Stefanie Jerg hat Ideen entwickelt, die so manchen Promi-Dramaturgen blass aussehen lassen.“ (Thüringische Landeszeitung, 08.06.2002)
„Haben Sie Morbs-Kontakt? Morbs, das sind doch die, die nicht mehr Intellekt besitzen als die Fingerspitze eines Außerirdischen – die Menschen. Die Wesen vom anderen Stern in den langen, weißen Gewändern mit den hohen, harten Kragen wollen Besitz von der Erde ergreifen. Da gibt es nur ein kleines Problem: Morbs. Soll man sie besser eliminieren? Nein, zuerst gilt es herauszufinden, ob es sich bei Morbs um eine intelligente und damit schützenswerte Lebensform handelt. 17 Jugendliche stellten sich und ihrem Publikum am Freitag im Schauspielhaus bereits zum zweiten Mal in 120 Minuten diese Frage. (…) Tosender Applaus!“ (Thüringer Allgemeine, 09.06.2002)

„Drei mal Farbe“, Kanaltheater Bamberg

„Die sechs Schauspieler interpretieren und inszenieren bekannte Gedichte von Georg Trakl bis Ingeborg Bachmann mit ausdrucksstarker Gestik, Pantomime, Farb- und Schattenspielen. Verstärkt wird die gespielte Poesie durch musikalische Effekte der Live-Band. Zudem erzielt die Regisseurin Stefanie Jerg mit wenigen, gezielt eingesetzten Requisiten eindrucksvolle Wirkung. Dabei wird das Publikum fast provokativ in den Farb- und Klangrausch einbezogen. … Das Schöne ist: Das Kanaltheater kommentiert nichts. Somit erlebt jeder seine eigene Farbmischung Schwarz-Rot-Gold.“ (Unimog, 08.07.1998)
„Besonders hervorzuheben ist der hervorragende Umgang mit Sprache. Witzige Elemente kamen auch über die Wortspiele, die von der Alliteration über die Verwendung nur noch eines Vokales bis hin zu fremdartigen Neuschöpfungen reichten. 90 Minuten zeichnen die ganze Bandbreite der Stimmungen dieser drei Farben nach.“ (Fränkischer Tag, 03.07.1998)